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Was kostet eine Website 2026? Echte Preise von DIY-KI bis Premium-Agentur
Strategie

Was kostet eine Website 2026? Echte Preise von DIY-KI bis Premium-Agentur

Vier Stufen, vier Budgets: von 0 Euro mit KI-Builder bis 25.000 Euro mit Premium-Agentur. Ehrliche Preise, versteckte Kosten und welche Stufe zu dir passt.

Bernd Grimm

Inhaber · Webdesign Grimm

11 Min. Lesezeit

„Was kostet eigentlich eine Website?" ist die meistgestellte Frage in jedem Erstgespräch. Und die ehrliche Antwort kommt selten — weil sie nicht in einem Satz passt. Eine Website kostet zwischen null und sechsstellig. Die Spanne ist gewaltig, aber nicht zufällig. Wir zeigen dir die vier realistischen Stufen, die echten Preise, die versteckten Kosten und wie du die Stufe findest, die zu deinem Geschäft passt.

Vier Wege zur Website 2026 — die Stufen im Überblick

Statt einer einzigen Antwort gibt es 2026 vier sinnvolle Stufen. Jede hat eine eigene Zielgruppe, eigene Kosten und eigene Grenzen.

StufeEinmaligMonatlichFür wen sinnvoll
1 — DIY mit KI-Builder0–500 €0–30 €Validierung, MVP, einzelne Aktionsseiten
2 — Baukasten mit Vorlage300–1.500 €10–50 €Solo-Selbstständige, schlanke Visitenkarten
3 — Agentur Standard3.000–10.000 €100–300 €KMU mit Vertriebskanal Website
4 — Premium-Agentur strategisch10.000–25.000 €+300–900 €Mittelstand mit Lead-Gen + SEO-Hauptkanal

Diese vier Stufen decken 95 Prozent der Anwendungsfälle ab. Was nicht in die Tabelle passt, sind Spezialfälle: E-Commerce-Plattformen ab 8.000 €, große SEO-Strukturen ab 20.000 €, Web-Applikationen mit eigener Geschäftslogik ab 30.000 € aufwärts. Für die meisten Selbstständigen und KMU spielt sich die Entscheidung in den Stufen 2 bis 3 ab.

Unser Preisrechner fragt die wichtigsten Treiber strukturiert ab und liefert eine seriöse Preisspanne für dein konkretes Projekt — ohne, dass du dich durch zehn Tabellen klicken musst.

Vier ansteigende Balken visualisieren die vier Preisstufen für Websites 2026

Stufe 1: DIY mit KI-Builder — was du wirklich bekommst

Hier liegt 2026 die größte Marktverschiebung. Tools wie Lovable, Framer AI, Wix Harmony, Hostinger AI oder Durable bauen dir eine Site in Stunden statt Wochen. Die Preise reichen von kostenlos (mit Plattform-Subdomain und Branding) bis rund 30 Euro pro Monat im voll ausgestatteten Plan.

Was du bekommst:

  • Eine optisch passable Site, die online ist
  • Standard-Komponenten: Header, Hero, Sections, Footer, Kontaktformular
  • Grundlegende mobile Optimierung
  • Hosting und Domain (oft inkludiert oder optional)
  • KI-generierte Texte als Erst-Entwurf

Was du nicht bekommst:

  • Eigene Marke (alle DIY-Sites sehen sich ähnlich)
  • Tiefere Conversion-Logik (keine Lead-Strecke, kein durchdachter Funnel)
  • Solide SEO-Struktur über das Basale hinaus
  • Eigene Daten-Hoheit (deine Inhalte liegen in der Plattform)
  • Wartung im professionellen Sinne (Updates passieren automatisch, dafür kannst du nichts tiefer einstellen)

Realistische Gesamtkosten Jahr 1: zwischen null und 400 Euro, je nach Plan. Wer in Stufe 1 startet, sollte wissen: Das ist eine Lernumgebung. Wenn das Geschäft wächst, ist ein Umzug fast unausweichlich.

Stufe 2: Baukasten mit Vorlage — die Mittelschicht

Plattformen wie Jimdo, IONOS oder die Premium-Versionen von Wix gehören in diese Stufe. Du arbeitest mit Templates, kannst aber Farben, Inhalte und Layouts in Grenzen anpassen. Optional übernimmt ein Freelancer den Erst-Aufbau für 300 bis 1.500 Euro.

Realistische Kostenstruktur Stufe 2:

  • Einmaliger Aufbau durch Freelancer: 500–1.500 €
  • Domain-Kosten: 10–20 € pro Jahr (.de-Domains laut hosttest.de Domain-Vergleich)
  • Plattform-Abo: 10–30 €/Monat
  • Eigene Inhalte erstellen: Eigenleistung oder 300–800 € extern

Diese Stufe trifft genau Selbstständige, die eine saubere Visitenkarte brauchen — Heizungsbauer, Steuerberater, Yoga-Studios, kleine Beratungspraxen. Wer Anfragen primär über Empfehlung und Netzwerk bekommt und die Website als Vertrauens-Beweis nutzt, ist hier richtig. Wer auf Google-Traffic angewiesen ist, stößt schnell an Grenzen.

Der typische Stolperstein in Stufe 2: Der Plattform-Preis steigt nach dem ersten Vertragsjahr deutlich. Hostinger startet bei rund 2 Euro pro Monat, verlängert aber auf 10,99 Euro — das Fünffache. Wer den Bleistift nicht spitzt, zahlt auf zwei Jahre gerechnet mehr als bei einer einmaligen Freelancer-Lösung mit eigener Domain und neutralem Hosting.

Stufe 3: Agentur Standard — wenn die Site Vertriebskanal wird

Hier wird es ernst. Eine Agentur baut dir eine individuelle Site mit eigenem Design, durchdachter Conversion-Strecke, sauberer SEO-Basis und 5 bis 15 Seiten. Preisspanne: 3.000 bis 10.000 Euro einmalig.

Ein Mittelständler mit klaren Leistungen und gutem Vertriebsfokus landet typischerweise zwischen 6.000 und 12.000 Euro. Die laufenden Kosten liegen bei 150 bis 400 Euro pro Monat für Hosting, Wartung, Pflege und kleinere Anpassungen.

Was diese Stufe technisch leistet:

  • Eigenes Design, das deine Marke transportiert
  • Conversion-Strecke mit klarer Lead-Mechanik
  • SEO-Fundament: technische Optimierung, On-Page, sauberes Schema-Markup
  • WordPress, Webflow oder andere bewährte Stacks
  • Schulung für die laufende Pflege
  • DSGVO-konforme Datenschutzerklärung

Stundensätze in dieser Stufe:

Webdesign-Agenturen rechnen 2026 mit 80 bis 150 Euro pro Stunde, Freelancer mit 60 bis 120 Euro, spezialisierte UX- oder SEO-Profis ab 100 bis 200 Euro. Eine 6.000-Euro-Site entspricht damit etwa 50 bis 70 Arbeitsstunden. Mit unserem Preisrechner bekommst du eine erste Einschätzung, wo dein konkretes Projekt in dieser Bandbreite landet.

Stufe 4: Premium-Agentur strategisch — die obere Liga

In dieser Stufe ist die Website kein Marketing-Werkzeug mehr, sie ist ein Vertriebskanal mit eigener Strategie. Preisspanne: 10.000 bis 25.000 Euro für die Erstellung, in Spezialfällen mit Online-Shop oder komplexem SEO-Fundament 20.000 bis 40.000 Euro.

Was hier dazu kommt:

  • Strategie-Workshop zu Beginn (Positionierung, Zielgruppen-Definition, Funnel-Architektur)
  • Konkurrenz-Analyse, Keyword-Recherche, SEO-Plan über 12 Monate
  • Mehrstufige Lead-Strecke mit Newsletter, Whitepapern, Lead-Magneten
  • Performance-Marketing-Anbindung (Google Ads, LinkedIn, Meta)
  • A/B-Testing-Setup
  • Inhaltsproduktion durch Agentur (Texte, Bilder, ggf. Video)

Die laufenden Kosten liegen hier bei 300 bis 900 Euro pro Monat, in Kombination mit SEO-Betreuung auch deutlich darüber. Mehr zu SEO-spezifischen Kosten gleich im nächsten Abschnitt.

Wer in Stufe 4 investiert, denkt nicht über „die Kosten der Website" nach, sondern über den Return-on-Investment. Wenn die Site monatlich fünf Leads à 8.000 Euro Auftragswert generiert, also 40.000 Euro Pipeline, sind 600 Euro Wartung plus 2.000 Euro SEO unkritisch — sie sind die Voraussetzung, dass diese 40.000 Euro überhaupt entstehen.

Eisberg-Metapher: sichtbare Website-Kosten oberhalb der Wasserlinie, versteckte Kosten unterhalb

Versteckte Kosten: was in den Angeboten fehlt

Wer nur auf das einmalige Angebot schaut, übersieht typischerweise drei bis fünf große Posten, die das Budget am Ende sprengen.

Inhalte sind teurer als gedacht. Eine Agentur baut die technische Hülle. Wer schreibt die Texte? Wer macht die Fotos? Wer kümmert sich um Logos und Bildmaterial? Wer einen professionellen Fotografen für einen Foto-Termin bucht, zahlt 800 bis 2.500 Euro. Texte vom Texter: 100 bis 250 Euro pro Seite. Eine 8-Seiten-Site mit professionellen Inhalten kostet zusätzlich 2.500 bis 4.500 Euro, wenn nichts intern vorhanden ist.

Rechtssicherheit ist kostenpflichtig. Datenschutzerklärung und Impressum sind Pflicht. Generatoren wie der Impressum-Generator von eRecht24 liefern eine erste Basis kostenlos. Eine anwaltlich erstellte, individuelle Datenschutzerklärung kostet 500 bis 2.500 Euro je nach Komplexität. Pakete mit AGB und Datenschutz starten ab 490 Euro netto. Wer einen Online-Shop hat oder personenbezogene Daten verarbeitet, kommt am Anwalt nicht vorbei.

Wartung wird gerne weggelassen. Eine Website ist nach Launch nicht „fertig". Plugin-Updates, Sicherheits-Patches, Backups, Performance-Monitoring. Wer das vernachlässigt, riskiert Hack-Schäden, die laut Patchstack im Median schon fünf Stunden nach Bekanntwerden einer Sicherheitslücke beginnen. Wartung kostet zwischen 34 Euro im Einstiegspaket und 350 Euro pro Monat für tägliche Sicherheitsscans und wöchentliche Updates.

SEO ist kein Projekt, sondern ein Abo. Sichtbarkeit bei Google entsteht nicht beim Launch, sondern über Monate. Eine SEO-Betreuung für KMU kostet 1.200 bis 3.000 Euro pro Monat bei einer seriösen Agentur, lokales SEO ab 500 bis 800 Euro. Wer ohne SEO startet, baut eine Site, die niemand findet — und wundert sich nach sechs Monaten, dass keine Anfragen kommen.

Compliance und Barrierefreiheit. Seit 2025 verlangt das Barrierefreiheits-Stärkungsgesetz (BFSG) bei vielen Websites zusätzliche Anforderungen — kontrastreiche Farben, alt-Texte für Bilder, Keyboard-Navigation. Das erhöht den Aufwand bei der Erstellung um geschätzt 10 bis 20 Prozent.

Laufende Kosten realistisch eingeschätzt

Was kostet eine Site monatlich, nachdem sie live ist? Hier eine ehrliche Aufschlüsselung pro Stufe:

PostenStufe 1–2Stufe 3Stufe 4
Hostinginkludiert5–30 €/Mo30–100 €/Mo
Domaininkludiert1–2 €/Mo1–2 €/Mo
SSL-Zertifikatinkludiertinkludiertinkludiert
Wartung & Updates0 €50–150 €/Mo150–350 €/Mo
Backups & Securityinkludiertinkludiertinkludiert
Content-PflegeEigenleistung0–100 €/Mo200–500 €/Mo
SEO (optional)nicht möglich500–1.500 €/Mo1.200–3.000 €/Mo
Performance-Marketingnicht möglichoptional500–5.000 €/Mo

Summe ohne SEO: Stufe 1–2 zwischen null und 50 Euro, Stufe 3 zwischen 100 und 280 Euro, Stufe 4 zwischen 380 und 950 Euro pro Monat.

Summe mit SEO und Performance-Marketing: Stufe 3 zwischen 600 und 2.780 Euro, Stufe 4 zwischen 2.080 und 8.950 Euro pro Monat.

Das wirkt viel — aber bei einem Mittelständler, der monatlich fünf qualifizierte Leads à 5.000 Euro Auftragswert generiert, sind 3.000 Euro Marketing-Budget unkritisch. Wer keine Leads über die Website generiert, sollte allerdings auch keine 3.000 Euro hineinstecken.

Was treibt den Preis wirklich? — drei Hauptfaktoren

Drei Faktoren erklären 80 Prozent jeder Preisunterschiede zwischen vergleichbaren Angeboten.

  1. Eigenes Design vs. Template. Ein Template-basiertes Projekt spart 30 bis 50 Prozent gegenüber individuell entwickeltem Design. Dafür sieht es aus wie tausend andere Sites.
  2. Inhaltsproduktion intern vs. extern. Wer alle Texte, Bilder und Strategie selbst liefert, spart 2.000 bis 5.000 Euro. Wer das vergibt, zahlt entsprechend.
  3. Komplexität der Conversion-Logik. Eine 5-Seiten-Visitenkarte mit Kontaktformular kostet einen Bruchteil einer mehrstufigen Lead-Strecke mit Funnel, E-Mail-Automation und Tracking-Setup.

Ein vierter Faktor wirkt versteckt: der Stundensatz der Agentur. Eine günstige Agentur mit 60 Euro pro Stunde wird bei einem 6.000-Euro-Projekt 100 Stunden investieren. Eine teure Agentur mit 150 Euro pro Stunde investiert 40 Stunden — möglicherweise mit höherer Tiefe pro Stunde. Welcher Weg besser ist, hängt von der Aufgabe ab und davon, wie sehr Spezialwissen gefragt ist.

Ein fünfter, oft unterschätzter Treiber: die Tiefe der internen Vorarbeit. Wer mit klarer Positionierung, fertigem Angebot, fertigen Texten und definierten Zielgruppen in ein Projekt geht, verkürzt die Projektzeit um 30 bis 50 Prozent. Wer eine Agentur damit beauftragt, Positionierung, Texte und Strategie mitzuentwickeln, zahlt entsprechend mehr — und ist meistens auch besser beraten, weil das die teuersten Stellen für spätere Korrekturen sind.

Wie du die richtige Stufe wählst — die Entscheidung in fünf Fragen

Statt einer Faustformel hier eine knappe Entscheidungs-Hilfe.

  • Frage 1: Wie kommen Kunden zu dir heute? Wenn überwiegend über Netzwerk und Empfehlung → Stufe 2 reicht meist. Wenn über Google und Werbung → mindestens Stufe 3.
  • Frage 2: Was würde dir eine Anfrage mehr im Monat bringen? Wenn weniger als 500 Euro → Stufe 1–2. Wenn 2.000 Euro oder mehr → Stufe 3–4 zahlt sich schnell aus.
  • Frage 3: Hast du Zeit für Inhalte selbst zu schreiben? Wenn ja → günstige Stufe möglich. Wenn nein → die externe Inhaltsproduktion gehört ins Budget.
  • Frage 4: Wie wichtig ist eine eigene Marke? Wenn du in einem Markt mit klarer Differenzierung arbeitest → ab Stufe 3. Wenn dein Wettbewerb austauschbar ist → auch Stufe 2 möglich.
  • Frage 5: Was passiert, wenn die Site in 3 Jahren erweitert werden muss? Wer Stufe 1–2 wählt, sollte einen Migrations-Pfad mitdenken. Wer Stufe 3–4 wählt, baut auf Erweiterbarkeit.

Wer nach diesen fünf Fragen unsicher bleibt, kommt mit unserem Preisrechner zu einer ersten konkreten Spanne, oder vereinbart direkt ein Erstgespräch — das dauert 30 Minuten und ist kostenlos.

Fazit

Die Frage „was kostet eine Website 2026" hat keine einzelne Antwort, aber sie hat klare Stufen mit realistischen Preisen. DIY-KI-Builder kosten zwischen null und 400 Euro im Jahr, Baukästen 300 bis 1.500 Euro Setup plus laufende Plattform-Kosten, Agentur-Standard 3.000 bis 10.000 Euro mit 100 bis 300 Euro monatlich, Premium-Agentur 10.000 bis 25.000 Euro mit deutlich höheren laufenden Kosten.

Die richtige Stufe hängt nicht vom Budget ab, sondern davon, welche Rolle die Website in deinem Geschäft spielt. Wer Anfragen über die Website generiert, ist mit Stufe 3 oder 4 langfristig günstiger als mit einer schlecht konvertierenden Stufe-1-Site, die jedes Jahr verlängert wird. Wer die Site primär als digitale Visitenkarte nutzt, ist mit Stufe 2 perfekt bedient.

Mit unserem Preisrechner bekommst du eine seriöse Spanne für dein konkretes Projekt in fünf Minuten — oder du lädst uns direkt zu einem Erstgespräch ein und wir gehen die Frage gemeinsam durch.

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